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  Kompaktkurs Hilfsmittelcoach
 
 
 

Hilfsmittelcoach - Zeitflexibler Intensivkurs als Fernlehrgang mit Präsenzphasen

 

Ab den 1. April 2011 bietet die Private Universität Witten/Herdecke gGmbH einen Intensivkurs >Fortbildung zum Hilfsmittelcoach< für Mitarbeiter von beispielsweise

 

      Aufzählung Leistungserbringern im Hilfsmittelbereich,

      Aufzählung Sanitätshäusern,

      Aufzählung in der Hilfsmittelversorgung tätigen Apotheken

      Aufzählung Homecare-Providern und

      Aufzählung Herstellern von Hilfsmitteln

 

an, die bereits über eine lange berufliche Praxis im Bereich der Hilfsmittelversorgung verfügen. Auch für Mitarbeiter die keine einschlägige Berufsausbildung in einem Gesundheitshandwerk oder einem anderen Gesundheitsberuf nachweisen können besteht die Möglichkeit an der Fortbildung teilzunehmen.

 

 

Qualifizierte und problemorientierte Fachberatung ist gerade im Homecare-Bereich von großer Bedeutung. Das erforderliche Wissen in den Beratungsfeldern kann in der Regel nur über jahrzehntelange Praxis erworben werden und ist selbst dann noch oft Lückenhaft. Die Fortbildung vermittelt umfassendes, praxisorientiertes Wissen und qualifiziert die Teilnehmer dazu, individuelle, rechtssichere und evidenzbasierte Versorgungen zu planen, vorzubereiten und im Team umzusetzen.

 

 

Durch gut vorbereitete Anträge und rechtssichere Begründungen werden nicht nur die Bearbeitungszeiten bei den Kostenträgern verkürzt, die Zahl unberechtigter Ablehnungen verringert und die damit verbundenen Widerspruchsverfahren reduziert. Auch die Kunden selbst profitieren von einer individuellen und teilhabeorientierten Beratung. Insgesamt soll der Versorgungsprozess für alle Beteiligten insbesondere bei komplexen Fällen effizienter gestaltet werden.

 

 

Fehlen beispielswiese bei der Beantragung nachvollziehbare und ausreichende Begründungen, weil rechtliche Rahmenbedingungen dem Versorger nicht bekannt waren, findet eine Versorgung oft nicht zeitnah oder nur in unzureichender Weise statt. Zeit- und kostenintensive Rückfragen durch Sachbearbeiter der Kostenträger oder Gutachter des MDK können durch eine gute Antragsvorbereitung auf ein Minimum reduziert werden. Dazu müssen die zur Verfügung stehenden medizinischen Informationen über den Patienten, seine Lebensumstände und die Anwendungsbedingungen (Kontextfaktoren) mit den technischen und konzeptionellen Eigenschaften der Hilfsmittel und den sich daraus ergebenden Indikationen in einen evidenzbasierten Argumentationszusammenhang gebracht werden. Etwa durch den Einsatz von Assessmentinstrumenten.

 

 

Die auftretenden Hürden und die jeweiligen Lösungsansätze werden im Rahmen der Weiterbildung intensiv beleuchtet und eingeübt. Dazu werden neben leistungsrechtlichen und technischen Themen insbesondere auch Fragen der zielorientierten Beratung und Methoden des Assessments vorgestellt, um Versorgungsempfehlungen objektiv nachvollziehbar zu machen. Der Hilfsmittelcoach ist daher ein Spezialist in der Kundenberatung und spezialisierten Versorgungsberatung.

 

 

Fortbildungsstruktur und Ablauf

 

Die Fortbildung ist als Fernlehrgang konzipiert und entspricht in großen Teilen den Stufen 1 und 2 der Weiterbildung zum Hilfsmittelexperten. Der Lernprozess wird durch internetgestützte Kommunikationsmöglichkeiten und Präsenzveranstaltungen begleitet. Der erfolgreiche Abschluss der Fortbildung ermöglicht den Einstieg in die ergänzende Weiterbildung zum geprüften Hilfsmittelexperten / Casemanager.

Als berufsbegleitende Fortbildungsmaßnahme wird die Fortbildung auf ca. 11 Monate verteilt um ausreichend Zeit für Selbstlern- und Präsenzveranstaltungen zu bieten und eine Teilnahme ohne Beeinträchtigung der Arbeitszeit zu ermöglichen. Eine freie Zeiteinteilung und die Konzeption als Fernlehrgang reduzieren somit die Kosten und Arbeitszeitausfälle für Arbeitgeber sowie die Belastungen für Familie und Lebenspartner.

 

 

Zugangsvoraussetzungen 

 

      Aufzählung MitarbeiterInnen in Unternehmen die sich mit der Hilfsmittelversorgung beschäftigen

      Aufzählung Mindestens dreijährige Berufserfahrung in der Hilfsmittelversorgung

      Aufzählung Die Teilnehmer müssen über einen Internetzugang verfügen und ca. 600 Stunden Zeit einrechnen. Bei zeitlichen Problemen besteht die Möglichkeit, in einen Nachfolgekurs zu wechseln und so die Dauer der Fortbildung kostenneutral zu verlängern.

 

Fortbildungsinhalte

 

 

Stufe 1 - Grundlagen

 

      Aufzählung Grundlagen der kundenorientierten Beratung, Bedarfsermittlung und Dokumentation, Qualitätsmerkmale einer guten Hilfsmittelberatung;

      Aufzählung Darstellung der Versorgungsstrukturen sowie Rahmenbedingungen in Deutschland im Bereich der Hilfsmittelversorgung

      Aufzählung Einführung in das allgemeine Leistungs- und Medizinprodukterecht für Hilfsmittel

      Aufzählung Grundlagen der Ausarbeitung rechtssicherer Versorgungsanträge

 

Stufe 2 – Hilfsmittelbezogenes Basiswissen

 

      Aufzählung Hilfsmittelbezogene Informationsbeschaffung, Recherchetechniken und -möglichkeiten, Lesen und Interpretieren von Werbeaussagen

      Aufzählung Kommunikation mit dem MDK-Gutachter und den Kostenträgern

      Aufzählung Jeweils produktgruppenbezogen:

               - Inhalte und Bedeutung Hilfsmittelverzeichnis

               - Medizinisches und pflegerisches Basiswissen, Anforderungen an Versorgungen bei bestimmten Krankheits- und Behinderungsbildern

               - Berücksichtigung von Kontextfaktoren

               - Möglichkeiten und Grenzen der Hilfsmittelversorgung in den einzelnen Versorgungsbereichen

 

Das komplette Curriculum kann hier abgerufen werden.

 

Prüfungen und Abschlüsse

 

Am Ende der Stufe 1 findet eine mündliche Zwischenprüfung (ca. 30 Minuten je Teilnehmer) statt. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmer eine Bestätigung der Teilnahme an der Fortbildung Stufe 1 und eine Übersicht über die behandelten Lehrinhalte

 

Am Ende der Stufe 2 findet eine mündliche Abschlussprüfung (ca. 30 Minuten je Teilnehmer) statt. Ca. 8 bis 10 Wochen vor der Abschlussprüfung ist eine schriftliche Abschlussarbeit vorzulegen. Die Themen der Abschlussarbeit werden individuelle mit dem Lehrgangskoordinator im Laufe der Stufe 2 vereinbart. Die Abschlussarbeit soll ein typisches Fallbeispiel umfassen und die Vorgehensweise des cand. Hilfsmittelcoach von der Beratung bis zur abgeschlossenen Versorgung beschreiben und reflektieren

Mit Bestehen der mündlichen Prüfung erhalten die Teilnehmer ein Abschlusszeugnis, eine Zusammenfassung der Lehrinhalte Stufe 1 sowie 2 und ein Zertifikat der Privaten Universität Witten/Herdecke gGmbH mit dem Abschluss „Hilfsmittelcoach“.

 

Der erfolgreiche Abschluss der Fortbildung „Hilfsmittelcoach“ kann im Rahmen der Weiterbildung zum „Geprüften Hilfsmittelexperten / Casemanager“ anerkannt werden und erlaubt dann den Einstieg in die Stufe 3 zum Hilfsmittelexperten.

 

 

Für eine individuelle Beratung, Termine und sonstige Fragen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.




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